Tlingit, Haida, Eyak & Tsimshian
Die Haida-Indianer, die einst aus Kanada eingewandert waren, sind hauptsächlich entlang der Inside Passage und auf Prince of Wales Island zu finden. Die Gruppe der Tlingit (ausgesprochen: Klinkit) besteht aus rund 11.000 Angehörigen. Deutlich kleiner ist die Zahl der Tsimshian, die in Alaskas einzigem Reservat leben. Die Eyak sind zwar mit den Athabascan-Indianern verwandt, aber stark von den Tlingit beeinflusst. Die Sprache der Eyak ist so gut wie ausgestorben, angeblich gibt es nur noch einen einzigen Eyak, der dieser Sprache mächtig ist.
Die Tlingit und Haida waren die ersten Bevölkerungsgruppen, die während einer Eiszeit vor Zehntausenden Jahren aus Sibirien über die große Landbrücke kamen, die Asien mit Nordamerika verband. Sie ließen sich im Südosten Alaskas sowie im kanadischen British Columbia nieder.
Die Tlingit und Haida nutzten die Ressourcen ihrer Umgebung für ihren gesamten Lebensbedarf: die umliegenden Gewässer für ihren Nahrungsbedarf und ihre Verkehrswege, die Wälder für ihren Holzbedarf und den Regenwald zum Bau für ihre Häuser und Werkzeuge. Sie waren geschickte Bootsbauer und Händler, aus Zedernholz schnitzten sie große Kanus. Sie angelten Lachs und Heilbutt, sammelten Algen und Beeren, erlegten Elche, Hirsche und Bergziegen.
Die sozialen Systeme waren relativ komplex. Er herrschte das Prinzip des Matriarchats, das heißt, Frauen trafen wichtige Entscheidungen, bestimmten die Geschicke der Familie und regelten das Erbe.
Die Clans wohnen meist in einem Haus zusammen, es waren bis zu 50 Menschen unter einem Dach. Ihre Camps errichtete sie immer dort, wo es genügend Wasser und Nahrung gab.
Die Tlingit und Haida haben geschickte Handwerkskünstler mit erstaunlichen Fertigkeiten hervorgebracht. Ihre Körbe, Kleider oder Bodenmatten zeichnen sich durch ihre ungewöhnliche Webtechnik aus. Die Totems und Kanus zeugen von ihrer Schnitzkunst.