260 Kilometer westlich von Nome liegt St. Lawrence Island, wo weit mehr Seevögel als Menschen zuhause sind. Seit 2000 Jahren besiedeln die Yup'ik Eskimos die Insel, die heute rund 1300 Einwohner zählt – verschwindend wenig im Vergleich zu den 2,7 Millionen Seevögeln, die sich während der Brutzeit hier niederlassen. Anfang Juni, wenn einheimische Vogelarten wie Papageientaucher, Auklets, Murres Eiderenten, Loons und viele andere Seevögel eintreffen, herrscht auf der Insel ein reger Flug- und Brutverkehr. An manchen Tagen verdecken zehntausende Vögel den Himmel. Touren zur Vogelbeobachtung werden von Anchorage aus angeboten. Die Bewohner von St. Lawrence Island wohnen in den Orten Gambell oder Savoonga an der Nordküste, die meisten von ihnen stammen von den Ureinwohnern ab. Dank der Abgeschiedenheit sind die alten Traditionen und Bräuche sowie die Sprache der St. Lawrence Yup’ik Eskimos erhalten geblieben. Die Menschen leben überwiegend vom Fischfang sowie von der Jagd auf Robben, Walrosse, und Wale. Zum Walfang benutzen sie noch heute ihre traditionellen Boote. Savoonga nennt sich stolz „Walrus Capital of the World“. Immer im Frühjahr wird das Walrus Festival gefeiert. Die St. Lawrence Islanders sind auch berühmt für ihre Elfenbein-Schnitzereien.