Dieses abgelegene Fischerdorf ist bekannt für seinen Boardwalk – den Gehsteig, an dem praktisch alle Wohnhäuser und Geschäfte entlang gereiht sind. Pelican liegt an der Nordwestküste von Chichagof Island, 130 Kilometer nördlich von Sitka und 110 Kilometer westlich von Juneau. Der Ort wurde 1938 von einem Fischhändler als Umschlagplatz gegründet, um von hier aus Fisch nach Sitka zu verschiffen. Noch heute ist der Fischfang dank der Lage nahe der fischreichen Fairweather-Lachsgründe die Haupteinnahmequelle von Pelican. Offiziell sind gerade einmal 113 Einwohner registriert. Doch wenn im Sommer Berufsfischer und andere Saisonarbeiter eintreffen, steigt die Bevölkerungszahl sprunghaft an. Kulturelles Highlight des Jahres ist der Pelican Boardwalk Boogie, ein Musikfestival im Mai, das viele Partygäste aus der Region anlockt, darunter viele erholungsbedürftige Staatsdiener aus Juneau, die der bevorstehenden Regierungspause im Sommer entgegenfiebern.
In den Sommermonaten verkehrt zwischen Juneau und Pelican zweimal monatlich die Alaska Marine Highway Fähre, die sich für einen abwechslungsreichen Tagesausflug anbietet. Passagiere genießen die landschaftlich eindrucksvolle Fahrt durch die Icy Strait, in der sich viele Buckelwale aufhalten. Die zwei Stunden Anlegezeit genügen, um Pelican ausgiebig kennenzulernen. Beliebtestes Fotomotiv ist der Salmon Way, ein 1,6 Kilometer langer Bohlenweg auf Pfählen. Außer dem Salmon Way gibt es nur 3,5 Kilometer Schotterwege.
Umgeben von üppigen Wäldern und Fjorden ist Pelican auch ein guter Ausgangspunkt für einige Alaska-typische Aktivitäten wie Lachs- oder Heilbuttfischen, Seekajakfahren oder Übernachten bei einer der heißen Quellen, die in der West-Chichagof Yakobi Island Wilderness Area zu finden sind. Fishing Lodges gibt es in Pelican sowie in den Siedlungen Phonograph Cove und Sunnyside.