McGrath liegt etwa auf halbem Weg zwischen Anchorage und Fairbanks am Übergang von Interior Alaska zu Southwest Alaska. Obwohl dieses Dorf mit seinen 317 Einwohnern abseits vom Schuss mitten im Busch liegt und an kein Straßennetz angeschlossen ist, war McGrath dank seiner Lage am Kuskokwim River und als Raststation am Iditarod Trail seit jeher ein bedeutendes Transport- und Versorgungszentrum.
Jedes Jahr im März erwacht McGrath zum Leben. Die Gemeinde ist einer der 26 Checkpoints auf dem Iditarod Trail Sled Dog Race. Bei diesem wohl berühmtesten Hundeschlittenrennen der Welt machen sich rund 50 Musher mit ihren Hundeschlittenteams auf den 1800 Kilometer langen Weg von Wasilla nach Nome. Außerdem ist McGrath Gastgeber zweier weiterer Großveranstaltungen: dem Iron Dog Snowmobilrennen und dem Iditarod Trail Invitational Mountainbikerennen.
McGrath ist auch ein Einstiegspunkt zum südlichen Abschnitt des Innoko National Wildlife Refuge. Das 18.500 Quadratkilometer große Areal wurde 1980 zum Schutzgebiet ausgerufen, um die riesigen Feuchtgebiete zu schützen, die Abermillionen Wasservögeln einen Lebensraum bieten. Zum südlichen Abschnitt des Preserve gehören auch die Flüsse Innoko, Iditarod und Dishna, auf denen Besucher im Floß die Region erkunden können. Zur Planung wendet man sich am besten an die Innoko Refuge Headquarters (Tel. 888-601-7970) in McGrath.
McGrath war ursprünglich ein Athabascan-Dorf, aber erst 1904 ließen sich Siedler dauerhaft hier nieder. Glorreiche Zeiten erlebte der Ort zwischen 1911 und 1920, nachdem am Ganes Creek und in der Ophir-Region Gold gefunden worden war. Da McGrath der nördlichste Punkt des Kuskokwim River war, den man mit großen Schiffen erreichen konnte, wurde der Ort im Nu der Dreh- und Angelpunkt aller Goldgräber-Aktivitäten in der Region. Der durch McGrath führende Iditarod Trail brachte dem Ort ebenfalls Aufschwung, da Hunderte von Goldgräbern zu Fuß oder mit Hundeschlitten auf dem Weg zu den Goldfeldern hier vorbei kamen.