Karluk ein winziges Alutiiq-Dorf mit gerade einmal 38 Einwohnern, die vom Fischfang leben. Der Ort an der Westküste von Kodiak Island liegt malerisch an der Mündung des Karluk River und an der Shelikof-Meerenge, umgeben vom Kodiak National Wildlife Refuge. Die Gegend zählt zu den besten Revieren zum Lachsangeln. Archäologische Funde belegen, dass Alaskas Ureinwohner bereits vor 7000 Jahren hier gelebt haben. Wegen der reichen Lachsvorkommen richteten die Russen 1786 an der Karluk Lagune einen Handelsposten ein. In den darauf folgenden Jahren entstanden Gerbereien und Fischverarbeitungsbetriebe. Der Karluk River ist als reichhaltigster Sockeye-Lachsfluss der Welt bekannt. Aber Angler dürfen sich auch über Königslachse, Dolly Varden und Forellen freuen. Ein paar Kilometer landeinwärts verheißt der ebenfalls enorm fischreiche Karluk Lake beste Aussichten auf einen großen Fang.
Die meisten Besucher streifen auf ihrem Weg zu einer Fishing Lodge oder zu Abenteuertouren im Kodiak National Wildlife Refuge. Das Naturschutzgebiet, das zwei Drittel von Kodiak Island einnimmt, ist berühmt für seine enormen Fischbestände und seine Wildtiere, allen voran die Kodiak Braunbären. Im Naturschutzgebiet leben rund 3500 Bären, von denen die Männchen 700 Kilo und mehr auf die Waage bringen und aufrecht stehend eine Größe von 3,50 Meter erreichen können. Karluk lässt Fotografen-Herzen höher schlagen. Die russischen Händler haben ihre Spuren hinterlassen, am sichtbarsten in der Ascension of Our Lord Russian Orthodox Chapel aus dem Jahr 1888, die als National Historic Site ausgewiesen ist. Auffällig an dieser Kirche sind ihre halben Zwiebeltürme – und die spektakuläre Kulisse aus Meer und Klippen. Außerdem sind noch die Überreste einer ehemaligen Fischfabrik zu sehen.