Am Rande der Tebenkof Bay Wilderness liegt das Fischerdorf Kake, 60 Kilometer nordwestlich von Petersburg. Die 519 Einwohner gehören dem Stamm der Kake an, einem Unterstamm der Tlingit-Indianer, die schon früher die Kontrolle über die Handelsrouten in dieser Gegend innehatten.
Die Gewässer in der Region sind reich an Heilbutt und Lachs und machen Kake zu einer erstklassigen Destination für Angler. Viele Besucher kommen auch zur Walbeobachtung. Das fast 200 Kilometer lange Wegenetz um Kake ist mit Bohlen ausgelegt. Am besten macht man sich mit dem Mountainbike oder zu Fuß auf den Weg und kann unter anderem Kupreonof Island erkunden. Bei der Silver Spike Road Bridge und bei der Gunnuck Creek Fischaufzucht halten sich viele Bären zum Lachsfischen auf.
Kajakfahrer können von Kake aus die abgeschiedene Tebenkof Bay Wilderness erkunden. Sie ist eine Komposition aus mehreren Buchten, Hunderten von Inseln, kleinen Fjorden und Höhlen. Zehn Tage muss man für die große Tour einplanen, bei der die Kajakfahrer Weißkopfseeadler, Schwarzbären und eine Vielzahl von Meerestieren zu sehen bekommen. Die Paddler sollten Kajak-Erfahrung auf dem Ozean mitbringen, über kurze Strecken muss das Kajak getragen werden. Kajaks können in Juneau oder Petersburg ausgeliehen und mit der Fähre nach Kake genommen werden.
Die Kake mussten ihr Territorium immer wieder gegen andere Stämme verteidigen. Auch so manche Entdecker und Händler bekamen den zähen Widerstand der Kake zu spüren. Als die Fehden Überhand zu nehmen drohten, griff die US-Navy ein. Den Kake bliebt nichts anderes übrig, als sich auf andere Stämme auf Kuiu Island zu verteilen.
Hoch über Kake steht auf einem Fels der größte Totempfahl der Welt. Er wurde anlässliche Alaskas 100-Jahr-Feier im Jahr 1967 von den Kake in Auftrag gegeben und von Chilkoot Indianern geschnitzt.