Abgelegene Orte gibt es viele in Alaska. Doch kaum einer ist so weit abseits vom Schuss wie Copper Center. Man findet das Städtchen mit seinen 294 Einwohnern am Old Richardson Highway zwischen Mile 100 und 105. Früher lag der Ort direkt am Highway, bis die Straße 1988 begradigt wurde. Der kleine Umweg nach Copper River lohnt sich.
Seit im Jahr 1980 der Wrangell-St. Elias National Park and Preserve eröffnet wurde, dient der Ort als Ausgangspunkt für Besucher des riesigen Parks. Er verfügt über eine passable Infrastruktur, mit einer Reihe von Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants, Campingplätzen, Ausrüstungs- und Reparaturgeschäften.
Copper Center, das am Zusammenfluss von Klutina River und Copper River liegt, diente früher Athabascan-Familien als Winterbleibe. Dieser Stamm ist in dieser Region seit über 5000 Jahren beheimatet. Die erste Lodge im Copper River Basin wurde 1896 eröffnet. Die Übernachtungsgäste, die hier ein weiches Bett und eine warme Mahlzeit vorfanden, waren in der Zeit des Goldrausches hauptsächlich Goldsucher auf dem Weg zum Valdez-Eagle Trail. Bald gab es eine Telegraphenstation, ein Postamt und ab 1905 sogar eine Schule.
Als die Straßenarbeiten am Richardson und Glenn Highway begannen, um die abgeschnittene Gegend besser zu erschließen, wurde 1932 das alte Roadhouse durch die Copper Center Lodge ersetzt. Heute gehört das große Blockhaus zur den letzten „Überlebenden“ der vom Aussterben bedrohten Roadhouses, die jetzt nach und nach durch moderne Motels und Resorts ersetzt werden. Aber hier kann man noch immer am offenen Kaminfeuer bei Kaffee und Pancakes die Zeit um hundert Jahre zurückdrehen.