Außerhalb von Central führt der Steese Highway nach Nordosten weiter, bis er bei Mile 162 bei Circle am Yukon River endet. Dieser interessante Wildnis-Ort mit seinen 94 Einwohnern ist in das südliche Ufer des Yukon River gebettet. Vor dem Bau des Dalton Highway war dies der nördlichste erreichbare Punkt Alaskas.
Circle liegt 260 Kilometer nordöstlich von Fairbanks. Der Name suggeriert eine unmittelbare Nähe zum Polarkreis, dem Arctic Circle. Dort wähnten sich auch die Goldgräber, die den Ort im Jahr 1896 gründeten und ihm den Namen Circle gaben. Tatsächlich liegt die imaginäre Polarkreis-Linie 80 Kilometer weiter nördlich.
Der ursprüngliche Ort wurde teilweise vom mächtigen Yukon River verschluckt. Doch es sind noch etliche Originalschauplätze erhalten, wie man beim Bummel durch Circle sieht. Etwa der Pioneer Cemetery, auf dem manche Grabsteine um 1800 datiert sind. Der Friedhof liegt etwas versteckt ein Stück flussaufwärts. Hinter einer Absperrung kommt man von der Schotterstraße zu einem Pfad, der ins Gebüsch führt. Linkerhand sieht man die Gräber. Von einem öffentlichen Campingplatz am Ende des Steese Highway gelangt man zum Yukon. Im Sommer sieht man die Fischräder, die Lachse aus dem Wasser schöpfen, und die markanten flachen Skiff-Boote. Nachdem am Birch Creek Gold gefunden worden war, schwoll die Einwohnerzahl von Circle auf 1200 an. Es entstanden Blockhäuser, zwei Theater, ein Musiktheater, acht Tanzhallen und 28 Saloons. Strotzend vor Selbstbewusstsein gab sich Circle den Beinamen „größter Blockhaus-Ort der Welt“. Doch dann kam der Klondike-Goldrausch und dezimierte Circle ganz beträchtlich. Aber noch heute leben Goldgräber in der Umgebung von Circle.