Am Rande des Wrangell-St. Elias National Park and Preserve am Fuße des Mount Sanford liegt der alte Athabascan-Ort Christochina mit seinen 100 Einwohnern. Christochina, rund 70 Kilometer nordöstlich von Glennallen gelegen, dehnt sich entlang der so genannten Tok Cut-off Road aus. Mehrere Flüsse und Schluchten sind in unmittelbarer Umgebung zu finden: Sinona Creek, Bolder Creek, Christochina River und der größte Fluss, der Copper River. Der nördliche Zugang zum Wrangell-St. Elias National Park and Preserve, Alaskas größtem Nationalpark, liegt nur 50 Kilometer entfernt.
Christochina hat seine Traditionen in die Gegenwart gerettet, noch heute leben die Menschen hauptsächlich vom Fischen, Fallenstellen und Sammeln. Besucher können in ein paar Läden wunderschönes Kunsthandwerk bestaunen und kaufen – von Körben und Puppen über Häute und Felle bis hin zu Perlenstickereien.
Wegen der Lachsflüsse in der Umgebung diente der Ort ursprünglich als Fischerei-Stützpunkt für die Athabascan Indianer, bis er später auch von Händlern und Trappern als Raststation genützt wurde. Als im Jahr 1897 während der Goldrausch-Ära der Übergang von Valdez nach Eagle errichtet wurde, kamen viele Minenarbeiter und Goldsucher durch Christochina. Mit der Christochina Lodge erhielt der Ort 1900 eine Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeit für Leute auf der Durchreise. Das zweistöckige Blockhaus gehörte zu einem Netz von Roadhouses entlang des Valdez-Eagle-Trails, die jeweils eine Tagesetappe mit Pferd oder Hundeschlitten voneinander entfernt lagen. Das Roadhouse erhielt später in den Status einer National Historic Site, bevor es 1999 niederbrannte.